Tierinfo
Wissenswertes rund um das Tier und dessen Haltung
Aktuell März 2012 - Maul- und Klauenseuche in Ägypten
Die Bundestierärztekammer appelliert an Reisende, keine Lebensmittel
mit nach Deutschland zu bringen
(BTK Berlin) Ägypten wird momentan von einem verheerenden Ausbruch der Maul- und
Klauenseuche (MKS) heimgesucht. Besonders betroffen sind, wie das
Landwirtschaftsministerium in Kairo mitteilte, Rinder, Büffel und kleine Wiederkäuer
sowohl im Nildelta als auch weiter südlich in Dörfern entlang des Nils.
Die Bundestierärztekammer appelliert darum an alle Rückreisenden aus Ägypten, keine
Lebensmittel oder Produkte tierischer Herkunft wie Hörner und Felle von dort mit nach
Deutschland zu bringen. Außerdem sollten Touristen, die gerade aus Ägypten kommen,
auch keine landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland besuchen.
Das Maul- und Klauenseuche-Virus ist so tückisch, weil es sogar über Kleidung,
Fahrzeuge oder über Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte, Fleisch oder Rohwürste
wie Salami eingeschleppt werden kann. Das äußerst widerstandsfähige Virus ist zwar
für Menschen ungefährlich, für alle landwirtschaftlichen Klauentiere wie Rinder,
Schweine, Schafe, Ziegen und auch für Wildtiere aber extrem ansteckend. Es
verursacht bei Tieren starke Schmerzen und führt häufig zum Tode. In England mussten
bei einem Ausbruch der anzeigenpflichtigen Tierseuche im Jahre 2001 sechs Millionen
Tiere unter schlimmen Bedingungen getötet werden.
„Alle großen und kleinen landwirtschaftlichen Betriebe und Hobbyhalter in Deutschland
müssen ihre Tierbestände vor einer Infektion mit diesem Virus bestmöglich schützen.
Darum sollten jetzt besonders Touristen, die in der Landwirtschaft oder Tierhaltung
arbeiten, achtsam sein und im Ägypten-Urlaub den Kontakt mit Rindern, Schafen oder
Ziegen vermeiden. Tierhalter in Deutschland sollten verstärkt darauf achten, dass nur
zugangsberechtigte Personen in ihre Tierbestände gehen und Regeln der Hygiene
eingehalten werden, wie es allgemein üblich ist. So sind die Tiere bestmöglich vor
Infektionen geschützt“, betont Prof. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.
Tierärzte sind in Sachen Tierseuchen wichtige Berater und können aktuellste
Informationen zum Seuchengeschehen geben.
Die Pressemitteilung steht für Sie zum Download zur Verfügung unter www.bundestieraerztekammer.de (Rubrik: BTK >>> Pressestelle). 26. März 2012
Weitere Infos zur Maul-und Klauenseuche bei Wikipedia
Foto: © Barbara Litza
Tollwut
Tollwut - Immer wieder aktuell
Ist Tollwut auch heute noch gefährlich? Leider ja, für die tödliche Viruskrankheit ist eine große Zahl von Tierarten, aber auch der Menschen empfänglich.
Wie wird die Tollwut übertragen?
Durch den Biss tollwutkranker Tiere dringt virushaltiger Speichel in die Bisswunde ein, aber auch über andere, kleinste Verletzungen sowie über die Mund- und Augenschleimhäute.
Welche Tiere können Tollwut übertragen?
Wildtiere wie Fuchs, Marder, auch Weidetiere können das Virus auf unsere Haustiere übertragen.Über Hund und Katze können dann Menschen angesteckt werden.
Und wie sehen die Krankheitserscheinungen aus?
Erst nach 20 bis 60 Tagen kann sich das Verhalten des Haustieres verändern: Unruhe, Speichelfluß, zunehmende Lähmung und Tod. Häufig gibt es aber auch Anzeichen einer sogenannten "stillen Wut": Teilnahmslosigkeit, trauriger Blick, fortschreitende Lähmungserscheinungen und Tod. Das Krankheitsbild ist häufig so unspezifisch, dass erst später der Verdacht einer Tollwut aufkommt.
Gibt es einen Schutz?
JA! Für nachweislich (Impfpass) schutzgeimpfte Hunde und Katzen besteht keine Tötungspflicht! In der Regel werden sie nur nachgeimpft und eine gewisse Zeit unter Beobachtung gestellt. Die Schutzimpfung ist gültig, wenn sie mindestens vier Wochen und je nach Impfstoffhersteller längstens ein Jahr bis vier Jahre zurückliegt.
Welches Haustier sollte eine Schutzimpfung haben?
Alle Tiere, die Kontakt zu anderen Tieren haben: Hunde, aber auch Katzen, die in den Garten gehen müssen zwei Mal im Abstand von 3 bis 4 Wochen grundimmunisiert werden.